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Auswählen des richtigen Diagrammtyps für die jeweiligen Daten

Daten sind die Grundlage jedes effektiven Unternehmens. Ohne Daten ist es Ihnen nicht möglich, die notwendigen Einblicke zum Ausführen der erforderlichen Aufgaben zu erhalten. Nur wenn Sie Ihre Daten schnell abrufen und analysieren können, verfügen Sie über die erforderlichen Informationen, mit denen Sie als Voraussetzung für proaktive Entscheidungen verstehen, wie bestimmte Faktoren zum Gesamterfolg beitragen. Deshalb ist die Datenvisualisierung sehr wichtig. Wenn Sie eine grafische Darstellung bzw. ein Diagramm erstellen, können Sie und andere Teammitglieder die hinter den Daten stehenden Fragen leichter klären.

Dieser herunterladbare Leitfaden unterstützt Sie bei der Auswahl des für Ihre Daten am besten geeigneten Diagrammtyps. Praktische Anwendungsfälle verdeutlichen die Ausführungen. Am besten legen Sie ein Lesezeichen für diese Seite an oder drucken sich den Inhalt für Ihre Unterlagen aus!

 

Flächendiagramm: In einem Flächendiagramm werden quantitative Daten visualisiert. Grundlage dafür ist das (unten beschriebene) Liniendiagramm. Der Bereich zwischen Achse und Linie wird meist mit Farben, Strukturen oder Schraffuren hervorgehoben. Üblicherweise werden in einem Flächendiagramm zwei oder mehr Werte miteinander verglichen. Müssen viele verschiedene Werte grafisch dargestellt werden, ist ein Liniendiagramm in der Regel übersichtlicher. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn gezeigt werden soll, wie sich zwei bis fünf unterschiedliche Werte im Zeitablauf verändern, beispielsweise bei einem Diagramm zu Umsatz und Kosten über mehrere Jahre hinweg.

Flächendiagramm-Beispiel

Balkendiagramm: In einem Balkendiagramm werden gruppierte Daten in rechteckigen Balken dargestellt, deren Länge proportional zu den zugehörigen Werten ist. Die Balken werden horizontal angeordnet. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn Vergleichsdaten mit zehn oder mehr Kategorien vorliegen oder wenn die Kategoriebezeichnungen länger sind. Ein Beispiel wäre ein Diagramm zum Umsatz nach Vertriebsmitarbeitern, in das zahlreiche Vertriebsmitarbeiter mit vollem Namen einbezogen sind.

 Balkendiagramm-Beispiel

Blasendiagramm: Blasendiagramme haben große Ähnlichkeit mit Punktdiagrammen, weisen aber ein zusätzliches Attribut auf. Wie bei einem Punktdiagramm wird durch zwei der Attribute die Position der Blase auf der x- und y-Achse bestimmt. Bei Blasendiagrammen gibt es außerdem ein drittes Attribut, nach dem sich die Größe der Blase richtet. Ein Beispiel wäre die Darstellung von Kosten und Gewinn, bei der sich die Blasengröße aus dem Anteil am Gesamtumsatz ergibt.

 Blasendiagramm-Beispiel

Säulendiagramm: Ein Säulendiagramm ist eine grafische Darstellung von Daten als vertikale Balken, die im Diagramm horizontal angeordnet sind. Die Werteachse befindet sich dabei auf der linken Seite des Diagramms. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn Vergleichsdaten mit maximal zehn Kategorien vorliegen und die Kategoriebezeichnungen kurz sind. Ein Beispiel wäre ein Diagramm zum Umsatz nach Produktkategorie, sofern es nur wenige Kategorien mit relativ kurzen Bezeichnungen gibt.

 Säulendiagramm-Beispiel

Kombinationsdiagramm: Ein Kombinationsdiagramm (auch als Verbunddiagramm bezeichnet) ermöglicht es, verschiedene Diagrammtypen zusammenzufügen, etwa Balkendiagramme, Säulendiagramme, Liniendiagramme und Flächendiagramme. Bei Bedarf können damit Werte unterschiedlicher Dimension verglichen werden, beispielsweise absolute Zahlen und Prozentangaben. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn verschiedene Wertetypen in leicht unterschiedlichen visuellen Mustern verglichen werden sollen, also beispielsweise Umsatz, Kosten und Gewinn anteilsmäßig im Zeitablauf grafisch darzustellen sind.

 Kombinationsdiagramm-Beispiel

Liniendiagramm: Ein Liniendiagramm ist ein grundlegender und gängiger Diagrammtyp. Die Darstellung der Informationen erfolgt dabei als eine Reihe von Datenpunkten („Markern“), die durch gerade Liniensegmente verbunden sind. Liniendiagramme werden oftmals verwendet, um einen Datentrend über mehrere Zeitabschnitte hinweg zu visualisieren; die Linie wird deshalb meist chronologisch gezogen. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn eine Änderung bei vielen Werten verglichen werden soll, beispielsweise Vorrätige Stückzahlen nach Produktkategorie im Zeitverlauf.

 Liniendiagramm-Beispiel

Punktdiagramm: Das Punktdiagramm wird auch als Punktgrafik, Punktwolke, Scattergramm oder Streudiagramm bezeichnet. Es handelt sich um eine grafische Darstellung bzw. ein mathematisches Diagramm, in dem mit kartesischen Koordinaten Werte für zwei Variablen eines Datenbestands visualisiert werden. Bei farbkodierten Punkten kann die Zahl der dargestellten Variablen auf drei erhöht werden. Die Daten werden als Sammlung von Punkten angezeigt, wobei jeder Punkt dem Wert zweier Variablen entspricht: Eine Variable bestimmt die Position auf der horizontalen Achse, die andere die Position auf der vertikalen Achse. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn Werte für zwei Dimensionen grafisch dargestellt werden sollen, etwa beim Umsatz nach Region und Produktkategorie.

Punktdiagramm-Beispiel

Kreisdiagramm: Ein Kreisdiagramm (auch als Tortendiagramm bezeichnet) ist eine kreisförmige Darstellung statistischer Daten. Die einzelnen Kreissegmente stellen das Verhältnis der Teile zum Ganzen dar. In einem Kreisdiagramm ist die Bogenlänge jedes Segments – ebenso wie der Mittelpunktswinkel und die Segmentfläche – proportional zur jeweils repräsentierten Menge. Mit einem Kreisdiagramm kann nur eine Datenreihe visualisiert werden. In Excel wird die Datenreihenbezeichnung (zum Beispiel „Blumen“) als Diagrammtitel verwendet; die Werte für diese Datenreihe werden dann als proportionale Anteile des Kreises dargestellt. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn die Verteilung eines Wertes bei einer Dimension gezeigt werden soll, beispielsweise beim Umsatz nach Verkaufsmitarbeiter.

 Kreisdiagramm-Beispiel

Säulendiagramm mit variabler Breite: Ein Säulendiagramm mit variabler Breite wird auch als Marimekko- oder Mekko-Diagramm bezeichnet. Es handelt sich um ein Balkendiagramm, bei dem die Spaltenbreiten so skaliert werden, dass die Gesamtbreite der gewünschten Diagrammbreite entspricht und zwischen den einzelnen Säulen keine Lücken sind. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn verglichen werden soll, wie sich ein Wert innerhalb einer Dimension prozentual aufteilt.

Mekko-Diagramm-Beispiel

3D-Flächendiagramm: 3D-Flächendiagramme zeigen den Trend von Werten im Zeitverlauf oder innerhalb einer anderen Kategorie. Dabei kommen drei Achsen zum Einsatz (horizontale Achse, vertikale Achse und Tiefenachse), die angepasst werden können. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn die Aufteilung eines Wertes innerhalb einer Kategorie und der zugehörige chronologische Trend verglichen werden sollen, etwa beim Umsatz nach Region im Zeitverlauf.

3D-Flächendiagramm-Beispiel

Gestapeltes Flächendiagramm: Gestapelte Flächendiagramme zeigen den Trend des Beitrags verschiedener Werte im Zeitverlauf oder für andere Kategoriedaten. Es empfiehlt sich, gestapelte Diagramme genau zu beschriften, damit Betrachter die präsentierten Werte verstehen. Ein gestapeltes 3D-Flächendiagramm wird auf gleiche Weise angezeigt, allerdings perspektivisch dreidimensional ohne dritte Achse. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn dargestellt werden soll, welche Anteile am Gesamtwert im Zeitverlauf vorhanden sind. 

 Gestapeltes-Flächendiagramm-Beispiel

Gestapeltes Säulendiagramm: Gestapelte Säulendiagramme zeigen die Anteilsverhältnisse zwischen Kategorien im Vergleich, ähnlich wie bei einem gestapelten Flächendiagramm. Für diesen Diagrammtyp sind mindestens zwei Dimensionskategorien erforderlich: eine für die gestapelten Säulen und eine für die Vergleichskategorie. Dieser Diagrammtyp ist gut geeignet, wenn dargestellt werden soll, wie sich verschiedene Teile bei einer bestimmten Kategorie zum Gesamtwert zusammensetzen.

Gestapeltes-Säulendiagramm-Beispiel